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Deutsche Literatur (G-Kurs)

Feststellungsprüfung im Fach Literatur

Allgemeine Hinweise:
Die Feststellungsprüfung im Fach Literatur besteht aus einer schriftlichen Prüfung (180 Minuten), in der die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten einen ihnen nicht bekannten Text analysieren müssen. Ein einsprachiges Wörterbuch dient als Hilfsmittel. Der Text kann ein literarischer Text sein, der exemplarisch eine literarische Gattung oder Epoche vertreten kann, oder ein pragmatischer Text.
Epik:
Die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten müssen zunächst in der Lage sein, den Inhalt des Textes mit eigenen Worten wiederzugeben. Anschließend erfolgt eine Analyse des Textes, etwa hinsichtlich der Beziehung der auftretenden Figuren. Bei der Analyse soll die inhaltliche und sprachliche Gestaltung des Textes berücksichtigt werden. In der Prüfung erhalten die Prüflinge einen kurzen epischen Text, z.B. eine Kurzgeschichte oder Parabel, oder auch einen Ausschnitt aus einer epischen Ganzschrift (Roman, Novelle, Erzählung). Sie müssen typische Merkmale der Textsorten anhand des ihnen vorliegenden Beispiels erklären können. Außerdem müssen sie einen Überblick über historische Ereignisse haben, die die Entstehung des Textes beeinflusst haben.
Lyrik:
Die Prüflinge müssen den Inhalt, die sprachliche und die formale Gestaltung eines lyrischen Texts wiedergeben und erklären können. Dazu müssen sie Kenntnisse über sprachliche Gestaltungsmittel haben und ihre Wirkung im Gedicht erklären können. Weiterhin sollen sie anhand des Aufbaus des Gedichts Rückschlüsse auf die Art des Gedichts (z.B. Volkslied, Gedankenlyrik) und die Wirkung des Gedichts ziehen können. Sie sollen in der Lage sein, das Motiv eines Gedichts herauszuarbeiten (z.B. Liebeskummer) und es ggf. mit einem anderen Gedicht vergleichen können. Kenntnisse über die literarischen Epochen und ihre Besonderheiten werden vorausgesetzt.
Dramatik:
Die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten müssen eine oder mehrere Szenen eines dramatischen Texts, z.B. Georg Büchners „Woyzeck“, analysieren können. Es kann auch eine gestaltende Interpretation verlangt werden. Neben Aspekten der werkübergreifenden Analyse (Dichter, Entstehungszeit) wird von den Prüflingen auch verlangt, Kenntnisse über die Form eines Dramas im Allgemeinen (z.B. geschlossene oder offene Form) zuzeigen und diese am vorgelegten Text nachzuweisen.
Die Analyse pragmatischer Texte:
Die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten müssen in der Lage sein, einen anspruchsvollen pragmatischen Text zu verstehen und ihn hinsichtlich seiner inhaltlichen und sprachlichen Gestaltung analysieren zu können. Dazu benötigen sie Kenntnisse über verschiedene Arten pragmatischer Texte (z.B. eine Glosse, eine Rede) und ihre Wirkungsabsichten.